Zuckeralternativen im Test – der beste & schlechteste Ersatz für Zucker

Honig, Rohrzucker, Agavensirup oder Erythrit - was ist der beste Ersatz für Zucker und warum? In diesem Blogartikel erfährst du alles, was du über Zuckeralternativen wissen musst, um endlich zuckerfrei zu werden!

Zucker hat in einer gesunden Ernährung nichts verloren – steht überall. Wenn es aber um Zuckeralternativen geht, scheiden sich die Geister. Korrekte Informationen darüber zu finden, welches denn eigentlich der beste oder schlechteste Ersatz für Zucker sein soll, gestaltet sich schwieriger als Behauptungen zu entdecken wie „Zucker ist Gift“.

Der heute Blogartikel soll dir Licht ins Dunkel bringen. Du erfährst:

  • Warum es Sinn macht, Zucker zu ersetzen.
  • Was ist der glykämische Index und welche Bedeutung hat er für die Zuckeralternativen?
  • Welche Zuckeralternativen es gibt.
  • Welcher Ersatz für Zucker der Beste und der Schlechteste ist.
Honig, Rohrzucker, Agavensirup oder Erythrit - was ist der beste Ersatz für Zucker und warum? In diesem Blogartikel erfährst du alles, was du über Zuckeralternativen wissen musst, um endlich zuckerfrei zu werden!

Zucker ersetzen – warum eigentlich Zuckeralternativen?

Weißt du eigentlich, warum in so vielen Ernährungsratgebern davon gesprochen wird, du sollest auf Zucker verzichten und ihn ersetzen? Tatsächlich gibt es dafür eine große Vielzahl an Gründen. Ich möchte dir gerne die für mich ausschlaggebendsten nennen.

11 Gründe, Zucker zu ersetzen

  1. Höhere Nährstoffzufuhr
  2. Bessere Sättigung
  3. Freie Entscheidung über Zusammensetzung deiner Nahrung
  4. Bewusste Auseinandersetzung mit der Nahrung
  5. Achtsamkeit bei der Auswahl der Nahrung und dem Essen
  6. Weniger Heißhungerattacken
  7. Reinere Haut
  8. Stabilere Laune und Psyche
  9. Besserer und erholsamerer Schlaf
  10. Gewichtsverlust
  11. Bessere Konzentration

Aber Achtung! Tatsächlich wirst du all diese gesundheitlichen Vorteile nicht automatisch erleben, nur weil du Zucker weglässt und durch Zuckeralternativen ersetzt. Leider wirken die meisten Zuckerersatzstoffe genauso wie Zucker selbst. Bei vielen dieser Zuckeralternativen ist der Unterschied gering, dennoch habe ich verschiedene Alternativen zu Zucker getestet und stelle dir heute meine Favoriten vor. Die Favoriten, die am wenigsten stark auf den Blutzuckerspiegel wirken und am ehesten noch Nährstoffe mit sich liefern.

Honig, Rohrzucker, Agavensirup oder Erythrit - was ist der beste Ersatz für Zucker und warum? In diesem Blogartikel erfährst du alles, was du über Zuckeralternativen wissen musst, um endlich zuckerfrei zu werden!

Zuckeralternativen im Test

Gleich erhältst du eine ausführliche Tabelle mit dem Vergleich unterschiedlicher Zuckeralternativen. Sie sind nach Relevanz sortiert. Das bedeutet, ganz oben findest du die besten Alternativen, ganz unten die am wenigsten geeigneten. Nur bei meinen favorisierten Zuckeralternativen findest du auch Informationen zu meinen Empfehlungen.

NameProKontraGIEmpfehlung
Trockenfrüchtehöchster Gehalt an Mineralien und Spurenelemente, weniger Kalorien als Zucker, viele Ballaststoffe, dadurch gute Sättigungschwierigere Verarbeitung, nicht für jedes Rezept geeignet55Ich liebe Datteln als Zuckerersatz und Ersatz für zuckrige Süßigkeiten. Besonders in rohen Kuchen, Pralinen oder Riegeln machen sich Datteln als einzige Süße ganz wunderbar.
Kokosblütenzuckerverhältnismäßig hoher Anteil an Mineralien, niedrigerer glykämischer Index, gleiche Süßkraft wie Zuckerhoher Preis und langer Transportweg35Kokosblütenzucker ist mein Mittel der Wahl, wenn ich für Freunde oder Familie koche oder backe oder ihnen etwas empfehlen soll. Er ist sehr gut verträglich und liefert eine angenehme Süße.
Erythritkalorienfrei, schmeckt 1:1 wie Zucker, ähnliche Süßkraftsehr stark verarbeitet, für manche Menschen schlechter verträglich, hoher Preis0Erythrit enthält nichts, was die Gesundheit fördert, aber schadet auch nicht, so lange du es verträgst. Ich persönlich vertrage ihn sehr gut, weshalb er definitiv zu meinem Lieblings gehört.
Steviasehr hohe Süßkraft bei keinen Kaloriensehr stark verarbeitet und oft unbekannte Herkunft, schwer zu dosieren0Stevia und ich sind noch keine 100%igen Freunde. Die Dosierung finde ich schwierig und viele Steviaprodukte haben einen unangenehmen bitteren Nachgeschmack.
Honigsüßt stärker als Zucker bei weniger Kalorien, liefert außerdem Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Antioxidantien. Je nach Qualität wird auch eine antibiotische Wirkung nachgesagt. Je roher der Honig, umso reicher an Wirkstoffen.Industriehonig ist häufig viel zu stark verarbeitet und dadurch arm an Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, enthält mehr Fructose als Glucose55
Birkenzuckerdeutlich weniger Kalorien als Zucker, ähnliche Süßkraft und gleicher Geschmack, niedriger glykämischer Indexsehr stark verarbeitet, teilweise schwer verträglich, hoher Preis10
Dattelsirupverhältnismäßig viele Mineralien und Spurenelemente, Verhältnis von Glukose und Fructose von 1:1weniger Süßkraft, hoher Preis60
AhornsirupMineralien und Spurenelemente, weniger Kalorien als Zucker, wenig Fructose und niedriger glykämischer Indexweniger Süßkraft als Zucker55
Agavensiruphöhere Süßkraft als Zucker, Mineralien und Spurenelementeextrem hoher Fructoseanteil, dadurch keine Sättigung und Verstoffwechsel ung über die Leber, in rauen Mengen führt es zu einer Belastung derselben15
Reissirupverhältnismäßig hoher Anteil an Mineralien, frei von Fructose und hoher Anteil Oligosaccharide, also längerkettige Mehrfachzuckeretwas weniger Süßkraft als Zucker, nicht wesentlich weniger Kalorien als Zucker95
Vollrohrzuckerweniger raffiniert als Haushaltszucker und Rohrzucker, deshalb mehr Vitamine und Mineralien als diesegenau so viele Kalorien wie Zucker65
Rohrzuckerweniger raffiniert als Haushaltszucker, deshalb ein kleines bisschen mehr Vitamine und Mineralien als dieser, gleiche Süßkraft wie weißer Zuckerder Mineralien- und Vitamingehalt ist bei der geringen empfohlenen Verzehrsmenge fast zu vernachlässigen, die Zuckerstruktur ist die gleiche65
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Exkurs: Der glykämische Index

Der glykämische Index unterscheidet kohlenhydrathaltige Lebensmittel nach ihrer Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Es geht also darum, wie schnell und stark der Blutzucker nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel ansteigt. Einige Lebensmittel lassen den Blutzucker weniger stark ansteigen als andere und sorgen so für eine weniger starke Ausschüttung von Insulin und weniger hohe Schwankungen des Blutzuckerspiegels. Damit soll also die Ernährung mit Lebensmitteln, die eher einen niedrigen glykämischen Index haben, also weniger stark auf den Blutzucker wirken, besser sättigen und langfristig zur Prävention von Zivilisationskrankheiten und Übergewicht verhelfen.

Zwar sind die genauen Messwerte des glykämischen Index‘ umstritten, dennoch ist die Rangfolge der Wirkung auf den Blutzucker durch die Lebensmittel bei jedem gleich.

Der glykämische Index ist dir oben in der Tabelle ein paar Mal begegnet, weil er ein guter Maßgeber ist, um zu beurteilen, inwiefern Zuckeralternativen anders auf deinen Körper wirken als der klassische Haushaltszucker. Den höchsten glykämischen Index finden wir übrigens in Weißbrot, Traubenzucker, Pommes, Cornflakes und ähnlichen wertlosen Lebensmitteln. Ein niedrigerer glykämischer Index kommt in Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Pseudogetreide und Hülsenfrüchten vor. ​Da ein niedriger gIykämischer Index den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lässt, belasten Lebensmittel aus vollem Korn, Hülsenfrüchte sowie Obst und Gemüse die Bauchspeicheldrüse kaum. ​Das ist einer der Gründe, ich beim Thema Kohlenhydrate auch eher eine Empfehlung für letztere Lebensmittel ausspreche.

Aber Achtung: Der Glykämische Index ist nicht alles! Es kommt wie immer auf das Gesamtbild eines Lebensmittels an.

Wissen to go – Printables zu den Zuckeralternativen für dich!

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Honig, Rohrzucker, Agavensirup oder Erythrit - was ist der beste Ersatz für Zucker und warum? In diesem Blogartikel erfährst du alles, was du über Zuckeralternativen wissen musst, um endlich zuckerfrei zu werden!

Was ist dein liebster Ersatz für Zucker?

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