Sportsucht: Bist du sportsüchtig? Checkliste & Wege aus der Sucht

Sportsucht: Bist du sportsüchtig? Wege aus der Sportsucht

Ich bekomme regelmäßig Nachrichten verzweifelter Sportler, die mir ihre Schmerzen, Beschwerden und Probleme schildern. Die gute alte Ferndiagnose – häufig tippe ich auf eine Art Übertraining in Folge von Sportsucht. Schließlich resultieren die meisten Überlastungserscheinungen durch falsches Training, zu viel Training oder schlechte Regeneration.

Die Geschichten sind ähnlich: Meistens wird intensiv trainiert, viel trainiert, schnell gesteigert und wenig regeneriert. Am besten in Kombination mit einem anstrengenden Job, privaten Belastungen und einer Diät. Und nun tut da was weh. Das Schienbein, der Mittelfuß, das Knie, das Fußgelenk, die Ellenbogen, die Schultern, Rücken, Hüfte. All die Schwachstellen eben, die der menschliche Körper so mit sich bringt.

„Mach mal 1-2 Wochen radikale Sportpause„, ist dann mein erster Rat (neben der Idee, mal zum Orthopäden zu gehen und sich Physiotherapie verschreiben zu lassen, doch damit sind die Menschen nicht zufrieden. Sie möchten eine Lösung für ihr Problem und zwar möglichst schnell. Nein, eigentlich möchten sie keine Lösung. Sie möchten einfach nur, dass das Problem weg ist. Sofort.). Die Blicke sehe ich über’s Internet ja zumeist nicht, doch ich kann sie mir denken: Es fällt ihnen alles aus dem Gesicht. Entsprechende Reaktionen erhalte ich dann. „Zwei Wochen Pause?! Niemals! Das ertrage ich nie!“. Gepaart mit diffusen Ängsten: die Leistung zu verlieren, Muskulatur zu verlieren, unwahrscheinlich fett zu werden, nicht mehr essen zu dürfen, nie wieder zurück ins Training zu finden und und und.

Tja. Und genau da liegt der Fehler.

Die Thematik ist hier ja immer wieder eine Ähnliche – das Problem des ‚Zu viel Wollens‘, des Überehrgeizes, des Perfektionismus, des Selbstüberschätzens. Und letztlich der Kompensation und Selbstzerstörung.

Denn Sport ist so viel mehr als einfach nur ein Ausgleich zum stressigen Alltag. Er wird zur Lösung der Probleme, zum Stressabbau, Frustabbau, Aggressionen herauslassen und schlechte Laune dämpfen. Ist ja auch alles schön und gut und ein toller Weg – schließlich ist sozial anerkannter, 10km am Limit zu rennen, als Vollidioten in die Fresse zu schlagen. Doch wenn das irgendwann die einzige Möglichkeit zur Problembewältigung wird und Sport mehr und mehr der Kompensation dient, ohne Rücksicht auf seine körperlichen Grenzen, wird es gefährlich. Dann kehrt sich nämlich all die Aggression und Wut, die man in sich trägt nur noch weiter nach innen. Und gegen sich selbst. Und dann macht man sich kaputt. Und irgendwann zeigt das dann auch der Körper: und schon wieder Schmerzen, Sehnenansatzreizungen, Gelenkschwellungen, Muskelzerrungen, ….
Die Frage nach dem „Warum“ wird dann riesig – „Warum können denn andere…?“ – Weil sie nicht du sind. Ganz einfach. Vielleicht können sie, weil sie Sport machen des Sportes wegen. Weil sie andere Wege haben als Sport, um sich zu betäuben und Stress zu bewältigen und er hier wirklich nur der Leistungssteigerung dient.

Ich nehme mich da nicht raus. Auch ich neige zum Suchtcharakter in meinem Sportverhalten… (wie war das noch mit den vielen Verletzungen, der Regeneration und dem Übertraining?), doch mir wird es von Zeit zu Zeit bewusster und klarer und ich arbeite daran, meine Probleme auch anders zu lösen als über meinen Körper.

Hier geht es also um die Funktion des Sportes. Ihr habt darüber schonmal gelesen in „Über Motive und Motivation“. Heute beleuchte ich nur ein bisschen konkreter die Suchtkomponente. Welchen Zweck erfüllt der Sport für dich? Wenn du trotz Schmerzen keine 1-2 Wochen pausieren kannst, dann weißt du, dass es nicht nur um Leistung geht, sondern um viel mehr. Selbstzerstörung, Kompensation, Versagensängste, Verlustängste, Egoprobleme, … ein Psychologe kann da sicher noch sehr viel zu erzählen und herausfinden und dir noch deine frühkindlichen Traumata nennen, die zu alldem geführt haben, aber mir geht’s hier ja gerade nicht um die qualitative Diagnose und Therapie, sondern viel mehr um einen Denkanstoß und einen Anschwung zur Selbsthilfe.

Wege aus der Sportsucht & Checkliste

Das Problem mit der Sportsucht

Vorweg sei gesagt: Sportsucht ist bisher ein extrem unterschätztes und oft belächeltes Thema. Gleichzeitig ist dies wohl die gesellschaftlich anerkannteste Sucht von Allen (neben den Anfängen einer Magersucht). Ich unterstelle nahezu jedem ambitionierteren Sportler auch eine Suchtkomponente in seinem Sportverhalten. Da könnt ihr sagen, was ihr wollt. Aber in dem Moment, in dem deine Laune abhängig von etwas ist, bist du schlicht und einfach auch eine Form von süchtig.
Klar, anfangs ist das alles noch witzig und cool. Du bekommst Respekt für deine Disziplin und deine sportlichen Leistungen. Doch wenn es ausser Kontrolle gerät und du dich selbst zerstörst, ist der Spaß vorbei. Dann geht’s dir nur noch schlecht.
Schau dich mal kurz um: all die Sportler, die trotz Schmerzen trainieren. Die trainieren, obwohl sie keine Lust haben. Die ihre Ausführung des Sportes über die Gesundheit stellen. Du denkst also, dass das keinen Suchtcharakter hat? Dann kann ich dir leider auch nicht helfen. 😉 Und das Furchtbare? Es ist normal. Wer auf seinen Körper und seine Psyche achtet ist uncool und kein ‚echter‘ Sportler. No Pain, No Gain eben. 

Leidest du unter Sportsucht?

Achtung! Das hier ersetzt keine psychologische oder ärztliche Meinung und schon gar keinen therapeutischen Rat. Es soll lediglich der Veranschaulichung dienen und dir helfen, dich selbst etwas besser einzuschätzen und kennenzulernen. Wenn du den Verdacht hast, das etwas mit deinem Sportverhalten nicht stimmt, dann such dir Hilfe. Dort besteht genauso Behandlungsbedarf wie bei Depressionen, Essstörungen und Alkoholismus.

Findest du dich in einigen der folgenden Punkte wieder? Dann heißt es: Achtsamkeit! Da besteht auf jeden Fall Gefahr für eine Sportsucht. Sei so ehrlich wie möglich zu dir beim Durchgehen dieser Liste – auch wenn es dir wahrscheinlich schwer fällt.

  • Ich mache Sport, auch wenn ich mich nicht danach fühle.
  • Ich ignoriere körperliche Signale wie Schmerz, Abgeschlagenheit oder Ähnliches.
  • Ich kämpfe oft mit Schmerzen, Abgeschlagenheit
  • Training ist meine höchste Priorität
  • Ich vernachlässige Freunde/Familie/Partner
  • Ich fühle mich innerlich getrieben
  • Ich habe Ängste, die in Verbindung mit Sport machen/nicht machen stehen
  • Mein Aussehen ist mir extrem wichtig
  • Einen Tag Pause zu machen, fällt mir sehr schwer
  • Eine Woche Pause ist für mich ein Weltuntergang
  • Ich richte mein ganzes Leben nach Sport aus
  • Ich belüge mich selbst/andere über meine sportlichen Aktivitäten
  • Ich mache mir Vorwürfe, wenn ich nicht zum Sport komme
  • Ich mache manchmal Sport aus Wut (auf mich selbst)
  • Ich verdiene mir mit Sport mein Essen
  • Ich hatte in der Vergangenheit Probleme mit Süchten, Essstörungen, Depressionen, BurnOut oder anderen psychischen Erkrankungen
  • Wenn ich keinen Sport mache, fühle ich mich leer
  • Ich kann nur Freude durch Sport empfinden

Natürlich können einige dieser Punkte auch völlig andere Ursachen haben oder harmlos sein. Doch wenn sie sich häufen und du den Eindruck hast, dass da etwas nicht ganz stimmt, dann wird es auch so sein und dann habe ich weiter unten ein paar Tipps für dich, wie du aktiv gegen deine Sportsucht vorgehen kannst.

Folgen von Sportsucht

Ich schreibe ja so gern über das Übertraining. Und als Sportsüchtiger wirst du früher oder später einige Symptome des Übertrainings bei dir feststellen. Mehr dazu hier.
Darüber hinaus kommt häufig aber auch die Mangelkomponente an bestimmten Mineralien (Magnesium, Eisen, Vitamin D, Zink, etc.) und starke psychische Einschränkung dazu. Von ‚milden‘ depressiven Verstimmungen bis hin zur kompletten Isolation kann das alles sein. Wenn zusätzlich eine Essstörung vorliegt, werden die Folgen noch gravierender und der Raubbau, der sowieso schon vorliegt, zusätzlich beschleunigt.
Die Verletzungsneigung steigt enorm, das Immunsystem baut ab, das hormonelle Gleichgewicht kommt ins Schwanken und früher oder später kann der Sport nicht oder nur noch sehr begrenzt ausgeführt werden. Und dann ist Holland in Not. Denn dann fallen plötzlich all deine Kompensationsmechanismen weg und deine Psyche leidet enorm. Ich verspreche jedem von euch, es ist angenehmer, im Voraus 1-2 Wochen Pause zu machen und seine Sportsucht etwas zu „kontrollieren“, als 4 Monate wegen Folgen derselben aussetzen zu müssen. Denn dann wird die Arbeit an dir selbst richtig hart. Und dann gibt’s keinen Weg zurück, als sich damit auseinanderzusetzen (es sei denn, du suchst dir neue Mechanismen, z.B. einen gepflegten Alkoholismus oder eine Essstörung).

Sportsucht: Wenn dein Sport nicht mehr der Fitness dient

Du findest dich also in einigen Punkten wieder? Drücke dich! Das ist weniger schlimm, als du vielleicht denkst. Denn Einsicht ist hier der erste Schritt. Nur, wenn du erkennst, wo deine Probleme liegen, kannst du diese schließlich lösen.

Die Lösung? Radikaler Entzug von deiner Sportsucht. Wenn du sowieso immer wieder mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen hast, ist das nun eine perfekte Gelegenheit, um mal 1-2 Wochen (vielleicht sogar Monate, je nachdem, wie geschädigt du bist) komplett zu regenerieren. Doch einfach nur Pause machen und darüber nachdenken, wie furchtbar es ist, keinen Sport zu machen, wird dein Problem nicht lösen.

  • Schreibe deine Ängste auf. Erläutere sie und dann schalte dein rationales Denken ein. Argumentiere, weshalb die Ängste berechtigt sind und was dagegen spricht.
    Leistungsverlust in 1-2 Wochen Pause? Wirklich? Verlierst du nicht schon seit Wochen deine Leistung, weil dein Körper dich immer wieder bremst? Fett werden in 1-2 Wochen? Pro Kilogramm Fett brauchst du etwa 7000 Kilokalorien Überschuss. Das sind 14 Tafeln Schokolade. Zum Thema Angst vor dem Fett werden habe ich mal meiner lieben Feli ein paar Argumente geliefert:
    Eine Sportpause von 5-7 Tagen führt häufig zu Fettverlust und Regeneration, sodass man hinterher fitter ist als vorher. Verantwortlich dafür ist unter Anderem Cortisol: wenn ich krank bin, wird viel Cortisol ausgeschüttet und wenn ich krank trainiere, steigt das Cortisol ins Unermessliche, genauso wie im Übertraining: Das Abbauen wird schwer. Stattdessen wird Fett eingelagert, Muskeln werden abgebaut und es findet keine /eingeschränkte Regeneration statt
    Sobald der Stress runtergeht, kommen auch die Hormone wieder in Balance. Zunächst hat man ggfls mehr Appetit weil der hohe Cortisolspiegel den Blutzucker senkt. Das ist okay, denn diese Energie wird v.A. zur Reparatur der geschundenen Muskulatur und Zellen benutzt. Alles, was nun eingelagert wird, sind Wassereinlagerungen. Die Glykogenspeicher werden ordentlich aufgeladen, was sie sonst nie sind, da durch das ständige Training permanent Glykogen verbraucht wird.
    Durch die Entspannung sieht der Körper keinerlei Notwendigkeit mehr dafür, Fettreserven einzulagern, da er in keine Not (durch Stress ausgelöst) gerät und baut ggfls überschüssiges Fett ab. 
    Je härter man trainiert, umso mehr Fett möchte der Körper einlagern, schließlich muss er sich für das harte Training wappnen, um genug Energie für Muskulatur bereitstellen zu können
    Durch die Regeneration, die aufgefüllten Speicher, reparierten Zellen und dem ausbalancierten Hormonspiegel hat man mehr Energie und kann im Anschluss mehr Leistung bringen.
  • Sprich über deine Probleme.
    Ehrlich zu sein in dieser Thematik wirkt Wunder. Finde jemanden, der dich versteht (das sollte nicht dein ‚No Pain, No Gain‘-Buddy sein…) und vertraue dich ihm/ihr an. Das erleichtert enorm. Wenn du niemanden in deinem Umfeld hast oder deine Probleme zu gravierend sind, ist vielleicht auch ein Psychotherapeut ein guter Weg.
  • Finde heraus, welche Funktion der Sport für dich erfüllt. Schreibe es auf. Schreibe dazu, welche Funktion der Sport für dich in Zukunft erfüllen soll.
  • Erarbeite Möglichkeiten zur Entspannung und Selbstliebe.
    Ich empfinde Yoga, Meditation und Spazierengehen als gute Alternative, weil ich dabei aktiv bin und mich bewege, ohne meinen Körper zu belasten. Und gleichzeitig verbringe ich eben Zeit mit mir, bin meinen Gedanken ausgesetzt und habe ab und zu besseren Zugang zu meinen Gefühlen.
  • Lass Gefühle zu.
    Du wirst dich vermutlich leer fühlen ohne Sport. Vielleicht tieftraurig. Vielleicht selbstverachtend. Das ist okey. Akzeptier das für einen Moment und nimm alles, was kommt. Du darfst auch schwach sein.
  • Such dir andere Glücksquellen.
    Unternimm was, das dich auch ohne Sport bzw. körperliche Leistung erfüllt! Triff deine Freunde, geh mit ihnen feiern/essen/Kaffee trinken/… . Probiere neue Hobbys aus, die weniger mit deinem Körper zu tun haben.
  • Wende dich evtl. an jemanden Professionelles.
    Das könnte ein guter (!) Coach sein, ein Lebenscoach, ein (Sport-)Arzt (besonders, wenn du körperliche Symptome aufweist, ist das ein wichtiger Schritt), Psychotherapeut, Selbsthilfegruppe. Gestehe dir ein, dass du Hilfe brauchst. Das ist okey und nicht schlimm. Bei hormonellen Störungen, Depressionen, Mangelzuständen und co. können auch Medikamente sinnvoll sein. Das kann jedoch der Arzt besser beurteilen, wenn du ihm deine Geschichte erzählst.
  • Erstelle dir einen Trainingsplan und halte dich daran.
    Um erstmal die Auswirkungen einzudämmen, ist es wichtig, sich auch an seine Regenerationsphasen zu halten und das Training sinnvoll zu gestalten. Wenn du allein nicht genug Wissen hast, lasse dir einen Trainingsplan von jemandem erstellen, der sich damit auskennt. Achtung: Das sollte wieder nicht dein Pumper-Bro aka „No Pain No Gain“ oder der Marathonläufer sein, der auch mit gebrochenen Beinen an den Start geht. Diese werden deine Problematik nämlich nicht verstehen.
    Hilfreich ist eventuell auch zusätzlich ein Trainingstagebuch, das Gefühle, Leistungsfähigkeit, Motivation und co. miteinbezieht.
  • Lerne deine körperlichen (und psychischen) Signale zu achten.
    Müdigkeit, Schmerzen, absolute Unlust,… all das sind Zeichen, dass gerade etwas nicht stimmt. Dein Körper ist keine Maschine, manchmal braucht er einfach Pause, obwohl dein Plan vielleicht etwas anderes vorsieht und dein Kopf etwas anderes will. Entwickle ein Bewusstsein für diese Signale (deshalb empfehle ich auch das Trainingstagebuch).

Was sind deine Gedanken zur Sportsucht? Wie siehst du die Problematik der gesellschaftlichen Anerkennung dieses Kompensationsmechanismus? Hast du selbst Erfahrungen mit dem Suchtcharakter oder ändert dieser Artikel deinen Blick auf dein Sportverhalten? Ich freue mich über ehrliche Kommentare und Diskussionen!

12 thoughts on “Sportsucht: Bist du sportsüchtig? Checkliste & Wege aus der Sucht

  1. Jepp bin absolut Sportsüchtig .Dein Bericht ist gut und ich erkenne mich in vielen Punkten wieder.
    Bin just gerade am überlegen wie ich das ändere.
    …LG Micha

  2. Hallo Paula,
    ein wirklich guter Artikel 🙂 Man sollte dieses Thema öfter ansprechen, den ich sehe es genau so. Man sollte die Sportsucht ernst nehmen, es steckt meist mehr dahinter.
    Momentan setzte ich mich mit diesem Thema auch auseinander, habe schon seit ein paar Tagen über den hohen Trainingskonsum nachgedacht. Deine Punkte haben mir nochmal vor Augen geführt, dass ich mehr darauf achten sollte. Jetzt habe ich hier hilfreich Tipps erhalten, werde einiges beherzigen und auf meinen Körper achten 🙂
    Vielen Dank, für diesen tollen Beitrag :* Mach weiter so!
    Liebe Grüße und fühl dich gedrückt,
    Julia

  3. Oh ja, ich neige auch zur Sportsucht. Gerade weil ich Wettkampfsport betreibe, habe ich höhere Ziele und Ansprüche. Da merken es die Landestrainer schon, wenn man schlecht trainiert hat. Glücklicherweise bremsen mich meine Trainer auch oft aus, weshalb ich noch nie mit Übertraining Probleme hatte. Aber ganz klar, ich neige dazu. Und wenn ich ehrlich bin kann ich mich auch nicht dazu durchringen, 2 Wochen zu pausieren. Aber ich habe es immerhin erkannt und arbeite generell an Techniken zum Entspannen. Deshalb glaube ich, dass ich diese Sucht noch ziemlich im Griff habe, wobei ich ohne Trainer wahrscheinlich schon ganz tief drinstecken würde :0
    Ich werde übrigens auch immer für meine Disziplin gelobt und endlich hat jemand mal einen weiteren Grund verstanden! Wie auch immer, ich probiere einfach, noch mehr auf meinen Körper zu hören… Dann ist alles gut 🙂
    Danke für diesen Beitrag und liebe Grüße

    1. Gute (!!) Trainer sind bei sowas auch wirklich einfach enorm wichtig. Bin da inzwischen auch total für. Kann deine Gedankengänge zu gut nachvollziehen, aber so lange wir stetig dran arbeiten, wird das alles! 🙂

      1. Da hast du recht 🙂 Ein Spruch motiviert mich immer, der Sucht oder wie man es auch nennen mag, nicht zu gehorchen: „Der Sport muss in dein Leben passen und nicht dein Leben in den Sport!“ Das hat eine Youtuberin, die sich auch mit Sport und so weiter befasst, gesagt und das finde ich so wahr! 🙂

  4. Liebe Paula,
    ein sehr guter Artikel. Leider erkenne ich mich in sehr vielen Punkten wieder. Ich habe seit einer Woche laut Arzt einen „starken grippalen Infekt“ und als er mir sagte, dass ich 1-2 Wochen keinen Sport machen darf, bin ich in der Praxis in Tränen ausgebrochen…ich habe es zwar durchgehalten fünf Tage keinen Sport zu machen, aber danach konnte ich nicht anders und bin trotz Abgeschlagenheit laufen gegangen…nach zwei Kilometern musste ich abbrechen und habe wieder nur geweint…diese Pause macht mich echt fertig, aber mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben…:(
    Liebe Grüße,
    Lena

    1. Liebe Lena, danke für dein Feedback, auch wenn es mir Leid tut, dass du es auf diese Weise erlebst. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit – ich weiß noch zu gut, wie „damals“ für mich eine Welt zusammengebrochen ist, als ich im massiven Übertraining war und deshalb 2 Wochen radikal pausieren musste. Es war furchtbar, es war hart, aber ich habe überlebt!! Von Mal zu Mal wird es leichter – aktuell trainiere ich seit 6 Wochen nicht wegen Bronchitis und co. und es bei Weitem nicht mehr so schwer wie vor 1-2 Jahren. Bleib stark! Du schaffst das, das Leben bietet so viel mehr :*

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