Alkohol und Sport: Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol.

Alkohol und Sport - Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol. Weißt du, warum Alkohol und Sport nicht zusammenpassen und weshalb Alkohol fett macht? Ich erzähle dir heute meine Geschichte!

Ein Glas Wein wöchentlich soll die Gesundheit steigern. So sagt man. Und ein Feierabendbier kann man sich ruhig gönnen. Was ist mit dem Schnaps am Wochenende? Ich meine, zum Feiern gehen braucht man doch schlichtweg Alkohol. Ohne ist die Laune schließlich viel zu schlecht, die Musik scheiße und die Kerle hässlich. Dass Alkohol und Sport keine Freunde sind, wird dann häufig abgetan… es handelt sich ja schließlich nur um Ausnahmen.

Was jetzt kommt, ist ein kritischer Post zum Thema Alkohol. Ich erzähle dir heute:

  • Warum Alkohol und Sport nicht zusammenpassen
  • Wie Alkohol den Fettabbau hemmt
  • Warum ich keinen Alkohol trinke und es Leid bin, mich dafür zu rechtfertigen
  • Weshalb du trotzdem gelegentlich etwas trinken kannst

Alkohol und Sport - Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol. Weißt du, warum Alkohol und Sport nicht zusammenpassen und weshalb Alkohol fett macht? Ich erzähle dir heute meine Geschichte!

Warum Alkohol und Sport nicht zusammenpassen

Alkohol ist Zellgift. Wusstest du das? Alkohol wirkt auf unterschiedlichen Arten auf unseren Körper und hemmt so wichtige Stoffwechselvorgänge. Klar, dem Einen oder der Anderen mag das Besäufnis Spaß bringen, jedoch sind Alkohol und Sport absolute Gegenspieler. Unterschätze nicht die Wirkungen, die teilweise auch noch 2-3 Tage nach Alkoholgenuss auftreten können:

  • Alkohol steigert das Verletzungsrisiko
    Durch die Verminderung deiner koordinativen Fähigkeiten und eine verminderte Kontraktionsfähigkeit deiner Muskulatur wirst du anfälliger für Verletzungen. Egal, ob du mit Restalkohol im Blut trainierst und umknickst oder betrunken eine Treppe runterfällst – deinem sportlichen Erfolg wird keines von beidem schüren.
  • Alkohol dehydriert deinen Körper und verstärkt Muskelkater
    Durch den Entzug von Wasser werden auch wichtige Salze vom Körper ausgeschieden. Sportler kennen gelegentlich das Kater-Gefühl schon von intensiven Trainingseinheiten, in denen stark geschwitzt wurde – wird jetzt auch noch Alkohol getrunken, ist der dicke Kopf am nächsten Tag garantiert und die körperliche Fitness auf ein Minimum reduziert.
  • Alkohol stört den Schlaf
    Zwar hilft ein Glas Wein am Abend vielen Leuten, runterzukommen und einzuschlafen, doch mindert es die Tiefschlafphase. Außerdem steht Alkoholgenuss meist im direkten Zusammenhang mit Schlafmangel (etwa, wenn du am Wochenende feiern gehst). Für einen erholten Körper und leistungsfähigen Geist sind 8-9 Stunden Schlaf mit einer 4-stündigen Tiefschlafphase allerdings unabdingbar.
  • Alkohol erhöht den Cortisolspiegel
    Durch Alkoholgenuss versetzt du deinen Körper in eine Stresssituation, was zur Ausschüttung des Hormons Cortisol führt. Dieses wiederum setzt Energien frei, hemmt die Glykogenspeicherung und begünstigt Entzündungen im Körper. Glykogenspeicher sind für den Sport, etwa für lange Ausdauerbelastungen, aber auch Belastungen in hohen Intensitätsbereichen, sehr wichtig.
  • Alkohol verringert Wachstumshormone
    Durch den erhöhten Cortisolspiegel wird die Ausschüttung von Wachstumshormonen gehemmt. Im Klartext: dein letztes Krafttraining war für die Katz.
  • Alkohol hemmt die Aufnahme wichtiger Nährstoffe
    Die Aufnahme von Mikronährstoffen wird durch Alkohol stillgelegt. Gesunde Ernährung und Alkohol sind damit genau wie Alkohol und Sport Gegenspieler.
  • Alkohol schwächt das Immunsystem
    Durch die verminderte Aufnahme von Vitalstoffen, den erhöhten Cortisolspiegel, die Dehydratation und die Auswirkungen auf die guten Bakterien in unserem Körper – besonders im Darm – schwächt Alkohol das Immunsystem und macht dich so anfälliger für Krankheiten. Worst Case: Alkohol trinken und im Club vielen Keimen ausgesetzt sein.
  • Alkohol schwächt deine Psyche
    Nach Alkoholgenuss wirst du schmerzempfindlicher, weniger belastbar und demotiviert. Bist du anfällig für Depressionen, bekommst du nicht selten eine postalkoholische Depression am Tag danach. Schlechteste Voraussetzungen also für deine nächste Sporteinheit.

Und als ob das noch nicht reichen würde an Negativerscheinungen des Alkohols oder besonders der Verbindung von Alkohol und Sport, sorgt Alkohol auch noch für unliebsame Fetteinlagerungen. Doch dazu mehr im nächsten Absatz.

Warum Alkohol fett macht

Alkohol und Sport - Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol. Weißt du, warum Alkohol und Sport nicht zusammenpassen und weshalb Alkohol fett macht? Ich erzähle dir heute meine Geschichte!

Ein Gramm Alkohol liefert etwa 7 Kalorien. Das ist wesentlich mehr als ein Gramm Zucker und fast so viel wie 1 Gramm Fett. Aber es kommt noch schlimmer: Solange dein Körper noch Alkohol zum Verbrennen im Blut hat, werden alle anderen Verbrennungsprozesse gestoppt. Das heißt also, alles, was du zu dir nimmst, während und nachdem du trinkst, landet direkt in den Fettdepots.
Als ob das immer noch nicht genug sein würde: Alkohol regt den Appetit an. Durch den Entzug von Nährstoffen und den steigenden Cortisolspiegel bekommst du Lust auf Essen. Und zwar zumeist nicht auf Salat, sondern auf Fettiges und Salziges.

Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol.

Was Alkohol und Feiern angeht, war ich ein Spätzünder. Ich habe das erste Mal mit knapp 17 Jahren Alkohol getrunken und es mit 18 auch schon wieder gelassen. Hier und da gab es zwar noch mal ein Bier, einen Tequila oder ein Glas Wein, aber ich kann zufrieden sagen, dass ich im gesamten letzten Jahr keinen Tropfen Alkohol getrunken habe. Und weißt du was? Es ist mir völlig egal, was du darüber denkst. Ich bin es Leid, mich dafür rechtfertigen zu müssen, wenn ich unterwegs bin und nicht trinke. Gegenfrage: WARUM TRINKST DU? Wenn die Party so scheisse ist, dass ich trinken muss, dann gehe ich nicht hin. Und mein Kerl sieht glücklicherweise auch nüchtern gut aus 😀
Ich gestehe: ich MAG den Geschmack von Wein. Und ich mag auch das Gefühl, nach einem Shot Tequila. Aber umso weniger mag ich den nächsten Tag. Dank Hochsensibilität (oder aus welchen Gründen auch immer) vertrage ich Alkohol inzwischen so schlecht, dass ich auch nach kleinen Mengen den Kater des Todes bekomme und drei Tage lang Depressionen feiere. Nach Partys mit Trinken war ich generell immer krank und inzwischen finde ich das Gefühl, wirklich betrunken zu sein, einfach nur furchtbar.

Alkohol & SportGesund sein ist für mich ein Geschenk, das ich mit Dankbarkeit annehme. Wirklich – ich hab so fürchterliche körperliche Zustände erlebt, dass ich jeden Moment, in dem mein Körper leistungsfähig und meine Psyche stark ist, genieße. Dazu gehört eben auch die Möglichkeit, zu trainieren und Sport zu machen, so wie ich möchte. Dann muss ich mich nicht mit Alkohol absichtlich krankmachen, oder?

Ich möchte dich nicht dazu überzeugen, keinen Alkohol mehr zu trinken. Du bist schließlich (vermutlich) schon erwachsen und kannst selbst entscheiden. Aber: dann entscheide bewusst. Und dann sei bitte so fair und akzeptiere meine Entscheidung. Ich verzichte nicht auf Alkohol, um dir ein schlechtes Gewissen zu machen oder um mich als jemand Besseres zu fühlen. Sondern schlichtweg, um mich besser zu fühlen. So einfach.

Weshalb du trotzdem gelegentlich etwas trinken kannst

Beim Alkohol ist es so wie bei allen anderen Dingen – auf das richtige Maß kommt es an. Wenn du es genießt, dann trinke meinetwegen gelegentlich etwas Alkohol. Sei dir im Klaren, dass regelmäßiger Alkoholgenuss und große Mengen besonders in der Kombination mit Sport fatale Auswirkungen auf deinen Körper und Geist haben, aber lass dir kein schlechtes Gewissen einreden, wenn du mal ein Glas Wein aus Genuss heraus trinkst. Merke: Je intensiver du deinen Sport betreibst, desto schädlicher wird der Alkohol für dich.

Wie handhabst du das mit dem Alkohol? War dir bewusst, was Alkohol alles in deinem Körper bewirkt und wie wenig Alkohol und Sport zusammenpassen? 

Quellen: Alcohol & Depression; Hunger for fatty foodsModerate Alcohol Consumption and Chronic Disease: The Case for a Long-Term Trial.;Interaction between alcohol and exercise: physiological and haematological implications.; Alcohol, Athletic Performance & Recovery;

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18 thoughts on “Alkohol und Sport: Nein, ich trinke wirklich keinen Alkohol.

  1. Irgendwie wird das mit dem Rechtfertigen müssen mit dem Alter wesentlich besser…wenn ich heute sage, och nö, ich trink keinen Alk, dann fragt da niemand mehr nach…
    Ich bin auch im letzten Jahr zu der Überzeugung gekommen, dass es das Glas Alk einfach nicht wert ist. Mir schmeckt es nicht mal besonders gut, ich werde davon nur müde, schlafe schlecht und der nächste Tag ist dann einfach im Eimer…also lasse ich einfach alles weg. Ich hab nicht mal an Silvester mit Sekt angestoßen, sondern einfach mit Mineralwasser, und hatte dabei jede Menge Fun…
    Von daher kann ich Deinen Artikel nur voll unterschreiben!

    1. Danke, U 🙂 Ja, die Hoffnung habe ich auch. Bin eben auch umgeben von Studenten und Menschen in selbigem Alter – da gehört Alkohol zum Alltag wie Zähneputzen…

  2. Kann deinen „Ärger“ über das ewige Rechtfertigen sehr gut nachvollziehen. Ich verzichte nicht absolut auf Alkohol, trinke aber sehr, sehr selten und wenn, dann mal ein Glas Rotwein aus Genuss (was bei mir dann zum Glück aber auch keine spürbaren körperlichen/geistigen Auswirkungen hat).
    Oft trinke ich, ohne darüber nachzudenken, monatelang gar nichts. Und wenn ich dann in Situationen gerate, in denen ich mich rechtfertigen „muss“, nervt es mich auch sehr. Ich kriege dann stets den Stempel als strenge, verbissene, alles richtig machen wollende und nicht entspannen könnende Lea aufgedrückt. Sehr oberflächlich, das Ganze. Vor allem während meiner Studentenzeit habe ich es sehr gemerkt, wie normal es ist, regelmäßig zu trinken. Und war erschrocken darüber, wie viele sich JEDES Wochenende besaufen und den am nächsten Tag folgenden Kater als den normalen Sonntagszustand ansehen.

    Ich kann aber Uhuohnehus Aussage bestätigen, dass es mit dem Alter besser wird. Erstens werden Menschen mit der Zeit meistens etwas „vernünftiger“ und zudem weniger bedacht auf Außenwirkung. Zweitens ändert sich bei vielen Leuten auch die Lebensgestaltung und Schwerpunktsetzung.

    Es ist auch eine Frage des Kulturkreises, in dem man sich bewegt. In Deutschland ist das Nichtrinken verhältnismäßig anerkannt, respektiert und wird teilweise auch begrüßt. Woanders verstößt du ggf. gegen wichtige soziale „Regeln“, wenn du das angebotene Glas ablehnst.

    Finde deine Einstellung gut und kann auch nur jedem empfehlen, sich über den eigenen Alkoholkonsum Gedanken zu machen. Es gibt gute Gründe dafür, prinzipiell drauf zu verzichten und genauso kann ich an bewusstem Konsumieren aus Genuss nichts Falsches entdecken – alles, was darüber hinaus geht, finde ich vor allem dumm.
    Denn mal ehrlich, auch die Suchtgefahr von Alkohol sollte nicht außen vor gelassen werden, die hast du gar nicht erwähnt. Ich halte Alkohol für sehr viel gefährlicher als vieles andere, beispielsweise Haschisch. Dennoch ist ersteres absolut legal und leicht zu bekommen und letzteres eben nicht. Da steckt halt auch noch viel mehr dahinter, Stichwort Lobby. Und was Alkoholismus mit einem Menschen anstellt, sehe ich leider regelmäßig im Bekanntenkreis.

    Alkohol ist ein weites Feld. 😀

    LG

    1. Danke für diesen ausführlichen Kommentar, Lea.
      Du hast Recht! Sucht habe ich in dem Kontext gar nicht behandelt, weil Alkohol schlichtweg nicht die Ursache der Sucht ist. Und weil ich es andererseits auch als kritisches Suchtverhalten betrachte, wenn Menschen jedes Wochenenede trinken „müssen“…. aber gut.
      Dann hoffe ich mal aufs Älterwerden – und klar, Studenten sind da „am schlimmsten“, das merke ich auch jetzt 😀

      Lieben Gruß
      Paula

      1. Macht mir keine Angst! Ich selbst bin jetzt 18 und gerade mit der Schule fertig. Alle anderen in meinem Alter trinken nicht nur regelmäßig am Wochenende, sondern treffen sich jede freie Stunde zum Saufen. Und zwar extrem. Und das soll NOCH SCHLIMMER werden??? Jedes mal muss ich mich rechtfertigen warum ich nicht mitkommen will oder nichts trinken will.
        Leider fängt das mit dem Alkohol immer früher an. Ich kenne schon 12-jährige die trinken bis zum Absturz. Bei mir hat das „zum Glück“ erst mit 16 angefangen. Damals schon habe ich keinen Sinn dahinter gesehen und dankend abgelehnt worauf immer blöde Kommentare kamen. Seid ich mit dem regelmäßigen Training begonnen habe, verzichte ich auch bewusst darauf. Nun werde ich von allen anderen verarscht und ausgeschlossen, weil mir meine Fitness wichtiger ist, als sich sinnlos zu zu saufen.
        Aber ich fühle mich selbst besser wenn ich viel Sport mache und keinen Alkohol trinke, deshalb ist es mir mittlerweile egal was die anderen sagen.

  3. Danke.

    Dankeschön für diese tollen, offenen Worte. Insbesondere das Thema Alkohol, der Tag danach im Kontext von HSP. Es ist wirklich “schön“ zu wissen, das es noch mehr Menschen gibt, die ähnlich empfinden wie ich. An Weihnachten habe ICH beschlossen keinen Tropfen Alkohol für 4 Monate zu trinken. Meinen Körper und meinen Geist zu regenerieren. Mittlerweile überlege ich stark, es noch länger, auf Dauer durchzuziehen. Mir geht es so gut wie seit Jahren nicht mehr. Wie ist deine weitere Motivation? Möchtest du es ein Leben durchziehen?

    Jan 🙂

    1. Hej Jan 🙂 Also ich bin eher „ausversehen“ das gesamte letzte Jahr abstinent geblieben, weil es keine Situation gab, in der ich gern getrunken hätte. Ich mache da kein Dogma draus – wenn es sich mal ergibt, an einem schönen Sommerabend ein Glas Wein zu trinken und ich in der Stimmung bin, dann tue ich das, aber ansonsten bleibe ich weiterhin ohne. Zumindest vermisse ich gar nichts! Viel Erfolg bei deinem Experiment – ich bin mir sicher, du wirst es lieben 🙂

  4. Hi Paula,
    da bist Du mir mit der Veröffentlichung doch glatt zuvor gekommen. 😉
    Guter Artikel zu einem Thema das auch mir am Herzen liegt und immer wieder Momente des Unverständnisses beschert.
    Mit zunehmendem Alter wird übrigens wirklich weniger gefragt und gedrängt wenn Du mal nein gesagt hast…das liegt allerdings daran, dass man denkt Du könntest ein trockener Alkoholiker sein. #truestory #officetalk
    Liebe Grüße
    Jahn

    1. Hej Jahn, danke dir 🙂 Hehe, dann lebe ich eben mit diesem Gemunkel, man muss ja schließlich immer ein bisschen für Gerüchte sorgen, das macht interessanter 😀
      Liebe Grüße
      Paula

  5. Ich glaube, dass auch ein wesentlicher Unterschied „im Alter“ (höhö) ist, dass du dich nicht mehr gezwungen siehst, all dein Handeln gegenüber anderen rechtfertigen zu müssen.
    Wenn ich mit den Kollegen zur Mittagspause essen gehe, gönne ich mir auch ab un zu mal ein Bierchen oder ein Radler dazu. Genau die entgegen gesetzte Reaktion, ich sag dann einfach nur: „Willst auch eins? Trau dich!“
    Vor wichtigem Lauftraining verzichte ich i.d.R. 1 bis 2 Tage auf Alkohol, vor Wettkämpfen auch schon mal 1 bis 2 Wochen, je nach Wichtigkeit. Soll jetzt nicht heißen, dass ich sonst jeden Tag etwas trinke. Nur unter den Vorzeichen lasse ich es dann einfach komplett sein, egal unter welche Umstände ich gerate.

  6. Ein sehr guter Artikel – ich hasse es auch, mich dafür rechtfertigen zu müssen, wenn ich nicht trinken will. Genau wie du mag ich zwar den Geschmack, aber nicht den Tag danach. Bzw brauche ich gefühlt ein paar Tage, um mich da wieder komplett zu regenerieren.
    Danke für den Blogpost, jetzt habe ich wieder neue „Argumente“ :).

  7. Hoi Paula

    Coller Artikel. Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Normalerweise wirst du als Weichei oder Spassbremse verschrien, wenn du dich nicht dem Gruppenzwang fügst und „becherst“.

    Das Gegenteil ist der Fall. Zu sich stehen und seinen Weg ohne Alkohol gehen, braucht Charakter! Leider sehen das nicht alle so.

    Einen wichtigen Aspekt möchte ich gerne ergänzen.

    Alkohol nach dem Training verzögert die Regeneration. Dabei möchtest du doch so schnell wie möglich wieder regenerieren und deine (Muskel-)Zellen nicht mit Alkohol „abschiessen“, oder?

    Nutze deine Möglichkeiten

    Dann doch besser die Schorle oder den Regenerationsdrink. 😉

    Nutze

  8. Ich kenne das leider auch nur zu gut, ich mag einfach schon den Geschmack von Alkohol nicht und finde es abartig, was Alkohol mit den Menschen macht…. ich hab für mich den Trick gefunden, zu Partys o.ä. Einfach mit dem Auto zu fahren (ich wohne nicht in der Großstadt, da geht das ?) und dann sind einfach nicht so viele Fragen .
    Ich finde es auch immer wieder toll zu sehen, dass es anderen genauso geht!

  9. An sich vieles richtig, doch nicht von ein Extrem in das andere fallen.Es gibt genug Olympiasieger die auch hin und wieder gut beim Alkohol zugelangt haben (nur nicht in der Zeit vor dem Wettkampf) und das hat ihnen nicht geschadet. Es kommt auf die Person (Anlagen usw.) und natürlich den Konsum an. Alkohol bedeutet nicht immer Missbrauch, da ist es wie mit allen anderen Genussmitteln wie Süßigkeiten, Kaffee usw. Streicht man radikal allen Genussmitteln lebt man auch nicht gesünder. Relaxter und verantwortungsvolle Umgang ist da angesagt und nicht absolutes Verteufeln. Dazu gehört natürlich auch Abstinenzler nicht zu drängen, sondern als normale Entscheidung anzuerkennen.
    Also ich freue mich beim Marathon immer auf den letzten 10 auf das/die Ziel-Bier(e) und ich kenne viele Läufer den es da genau so geht. Beim Rennsteiglauf (Marathon) gibt es an der letzten Verpflegungsstation auch Bier, beim Mauerlauf genauso. Da verzichte ich lieber. Vor einem Marathon (2-3 Tage vorher) empfehle ich aus Erfahrung, auf Alkohol zu verzichten und klar in den letzten 8 Wochen Training sollt man sich nicht „abschießen“- aber das sollte man generell nicht machen. Ein Bier oder Wein am Abend nach einem harten Training hat mir bisher noch nicht geschadet.

    1. Hey Dirk, danke für deine Meinung! Das stimmt schon – ich sage auch absolut nicht, dass niemand mit einem moderaten Genuss von Alkohol leben dürfe. Mein Weg ist es eben, nahezu komplett auf Alkohol zu verzichten und damit geht es mir am besten (es fühlt sich nicht nach Verzicht an, sondern nach Gewinn an Lebensqualität). Wer gelegentlich ein Bier oder ein Glas Wein trinken mag, der solle das tun. Und ganz richtig: Das muss jeder für sich selbst entscheiden und ausprobieren 🙂 Zum Wohl!

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