Mit Meditation zu mehr Fokus und Gelassenheit

Nie hätte ich gedacht, dass so etwas Simples wie Herumsitzen und die Wand anstarrenmein Leben so tiefgreifend verändern würde. Die Rede ist von Meditation. Seit nun einem halben Jahr meditiere ich konsequent und regelmäßig. Seit einigen Monaten täglich ohne Pause. Neuerdings bringe ich im Rahmen meines 8-Wochen-Kurses zur Ernährungsumstellung sogar meine Klientinnen und Klienten zum Meditieren. Heute wird es Zeit, meine Erfahrungen mit dir zu teilen. Aber nicht nur das. Ich werde dir erklären:

  • Was Meditation ist und was es bewirkt.
  • Bei welchen Herausforderungen dir Meditation helfen kann.
  • Wie du Meditation lernen kannst.
  • Was Meditation mit Abnehmen und Training zu tun hat.

Was ist Meditation und was bewirkt es?

Lange Zeit hatte Meditation für mich einen viel zu esoterischen und spirituellen Beigeschmack. Es hatte für mich die Assoziation von Weihrauch und Geisterbeschwörungen und war mir etwas suspekt. Denn zugegeben – ich bin ein ziemlich rationaler Kopfmensch. Wenngleich ich hochsensibel bin und sehr viel wahrnehme und spüre und gerne auf meine Gefühle achte, sehe ich die meisten Dinge aus einer recht wissenschaftlichen Richtung. Ich muss mir die Dinge erklären können, um damit etwas anzufangen.

Erst durch meinen Psychologen und Coach für das Wesentliche, den ich mir Ende letzten Jahres an die Seite geholt habe, konnte ich meine Vorurteile gegen Meditation wirklich ablegen und erfahren, wozu das Ganze eigentlich gut ist.

Denn: genau genommen geht es bei der Meditation darum, durch Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen den Geist zu beruhigen und sich zu fokussieren. 

Meditation ist kein religiöser Wahnsinn, sondern tatsächlich wissenschaftlich bewiesen. In Studien fanden sich sogar physiologische Veränderungen wie ein gesenkter Blutdruck, geringerer Sauerstoffverbrauch und eine allgemeine Entspannung. Der Harvard-Wissenschaftler Benson fand heraus, dass es sich bei dieser Fähigkeit, Körperfunktionen aktiv in Richtung Entspannung und Herunterregulation zu steuern, um ein generelles biologisches Prinzip und eine angeborene Fähigkeit handelte. Was bedeutet: Jeder kann meditieren. Und noch mehr: Jeder kann mit Meditation eine Entspannungsreaktion hervorrufen. Diese Entspannungsreaktion ist das physiologische Pendant zur Stressreaktion – also kurz gesagt:

Mit Meditation kannst du gezielt Stress reduzieren und für Entspannung sorgen.

Während chronischer Stress Alterungsprozesse beschleunigt, dich langfristig krank und dick macht, kannst du dem mit regelmäßiger Meditation ganz natürlich entgegenwirken. Du hältst dich jung, entspannt, schlank und fit. Klingt gut? Ist es auch. Ich erkläre dir gleich noch genauer, wie das funktioniert.

Bei welchen Herausforderungen hilft Meditation?

Mein Freund bezeichnet mich liebevoll als „positiver Hippie“. Aber glaube mir, das war nicht immer so. Das war harte Arbeit. Wenn du denkst, Menschen kommen optimistisch oder positiv auf die Welt, dann hast du dich geschnitten. Menschen können das beeinflussen. Und eine Möglichkeit dabei ist Meditation. Für mich hat die regelmäßige Meditationspraxis mein Leben verändert. Ich habe wirklich mein Stresslevel massiv reduziert. Ich habe wirklich meine Gedanken langfristig auf Optimismus und Dankbarkeit, Achtsamkeit, Gelassenheit und Fokus umgepolt.

Aber nun für dich. Bei welchen Herausforderungen kann Meditation dir helfen?

  • Mangelndes Selbstvertrauen, geringer Selbstwert, verquere Selbstwahrnehmung, fehlende Selbstliebe.
  • Fehlender Fokus, schlechte Konzentration, mangelnde Produktivität.
  • Negative Gedankenspiralen, Pessimismus.
  • Ängste bis hin zu Angststörungen, Depressionen und depressive Verstimmungen.
  • Mangel an Empathie, aber auch Hochsensibilität und Probleme mit Abgrenzung.
  • Chronisches Stressgefühl, innere Getriebenheit, Unruhe.
  • Gefühl der Überforderung, der mangelnden Kontrolle.
  • Fehlende Prioritäten, keine Ziele, keine Motivation.
  • Mangelnde Lebensfreude.
  • Schlafstörungen.
  • Heißhunger, Essattacken, gestörtes Verhältnis zum Essen, fehlende Sättigung.
  • Bluthochdruck.
  • Ausbleibender Abnehmerfolg, fehlende Steigerung im Training.

Wenn du mit keinem dieser Probleme zu kämpfen hast – herzlichen Glückwunsch! Aber ich bin mir sicher, dass die meisten Menschen sich in mindestens einem dieser Punkte wiederfinden. Natürlich ist Meditation kein Allheilmittel. Aber mit Sicherheit eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie dieser Problematiken.

Wie du Meditation lernen kannst

Okey, hab ich dich? Möchtest du das auch „mal ausprobieren“? Ich möchte dir vorweg etwas sagen. Meditieren kann jeder. Und ich behaupte, wer sagt „Meditieren ist nichts für mich“, der hat es noch nicht richtig ausprobiert. Die Schwierigkeit mit der Meditation ist, dass die Sofortwirkung am Anfang gering ist. Du wirst die ersten paar Wochen und Monate eventuell keine große Veränderung merken. Weil es Zeit braucht und Übungssache ist. Meditation ist ein Marathon und mit Sicherheit kein Sprint. Je fortgeschrittener du bist, umso stärker wird die Wirkung. Und umso intensiver kannst du Meditation für dich als Anker und Hilfsmittel im Alltag nutzen.

Wenn du dich entscheidest, Meditation zu erlernen, probiere unbedingt unterschiedliche Meditationspraxen aus. Es gibt zig verschiedene Ansätze und noch mehr verschiedene Lehrer. Du musst nicht nur sitzen und die Wand anstarren bei der Meditation. Es gibt auch aktive Formen und viele verschiedene Möglichkeiten, deine Gedanken zu beeinflussen. Wie gesagt, ich habe auch lange gebraucht und kann bis heute mit Sicherheit nicht mit jeder Meditation etwas anfangen. Es gibt geführte Meditationen auf YouTube, nach denen ich erstmal meditieren muss, weil sie mich so an meine Grenzen bringen. Und dann gibt es Meditationen, die ich einfach genieße.

Für den Anfang kann ich dir geführte Meditationen empfehlen. Ich habe im Rahmen meines Coachings neben einem 6-Wochen Meditationskurs regelmäßig Meditationen von meinem Coach Jan erhalten. So konnte ich mich „dem nicht entziehen“ und hatte eine stärkere Verpflichtung, es wirklich durchzuziehen. Außerdem war es leichter, die Verantwortung abzugeben, welche Art der Meditation gerade die richtige für mich wäre. Und ganz ehrlich – ich befürchte, hätte ich nicht die Verpflichtung ihm gegenüber gehabt, wäre ich bis heute nicht so der Meditation verfallen. Ich wäre zu ungeduldig gewesen, bis die ersten Veränderungen eintraten.

Wenn es dir aber nur ums Meditieren geht, du dich sehr gut in solchen Dingen disziplinieren kannst und du gar nicht weiter große Baustellen zum Bearbeiten hast, gibt es auch viele Offline-Seminare, die du besuchen kannst. Das Wichtigste dabei ist – finde für dich selbst eine Form und einen Lehrer, die zu dir passen und bei denen du dich wohlfühlst. Dann kann nichts schief gehen! Für den Anfang kannst du auch einfach mal nach geführten Meditationen online suchen. Lass dich nicht unterkriegen, wenn die erste Versuche dir vielleicht gar nicht gefallen. Such einfach weiter.

Was hat Meditation mit Abnehmen, Ernährung und Training zu tun?

Vielleicht hast du es überlesen, vielleicht bist du auch darüber gestolpert. Aber es ist richtig – ich bringe inzwischen sogar meine Klientinnen und Klienten im Rahmen meines 8-Wochen-Online-Kurses zur ganzheitlichen und dauerhaften Ernährungsumstellung zum Meditieren. Das ist simpel zu erklären:

Die Meditation hilft meinen Klienten, ihre Ziele zu visualisieren. Mit Hilfe von Meditation lernen sie, sich selbst besser wahrzunehmen, ihre Gefühle und Gedanken zu spüren und zu katalysieren und mit Vorsätzen zu arbeiten. Es wird leichter, dich an Veränderungen zu halten, wenn du das Warum wahrnimmst und kennst. Es wird leichter, wenn du deine Gedanken gezielt auf etwas fokussieren kannst und priorisierst. Genau dabei hilft Meditation. Die langfristige Wirkung ist eine bessere Selbstwahrnehmung, weniger emotionaler Hunger und besserer Umgang mit emotionalem Essen, weniger Heißhunger, die vereinfache Umsetzung von neuem Essverhalten und eine gesunde Trainingsroutine. Darüber hinaus sorgt die allgemeine Entspannung für einen verbesserten Hormonhaushalt und verbesserte Rhythmus. Das wiederum verringert Kämpfe mit dem Schweinehund und Stress. Das ist das Schöne an Meditation – du kannst sie genau so einsetzen, wie du es benötigst!

Hast du schonmal Meditation ausprobiert? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und welche Tipps kannst du Anfängern mitgeben? 

2 thoughts on “Mit Meditation zu mehr Fokus und Gelassenheit

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